Gestern Abend verwandelte sich das VAZ Burglengenfeld in einen Ort für die echten Enthusiasten extremer Klänge, auch wenn die Resonanz leider erschreckend überschaubar blieb.
Wer den Weg in die Halle gefunden hatte, ließ sich von der schmalen Kulisse jedoch nicht die Stimmung verderben und wurde mit einem extrem intimen und Wohnzimmerfeeling Konzertabend belohnt.
Den Auftakt machten Soulburn, die ohne lange Umschweife ihren mauerbrechenden Mix aus Old-School Death, Black und dröhnendem Doom Metal direkt in den Saal ballerten. Druckvoll, dreckig und kompromisslos zeigten die Niederländer vollen Einsatz.
Direkt im Anschluss kroch mit Mork eiskalte norwegische Black-Metal-Atmosphäre durch die Halle. Thomas Eriksen und seine Mannschaft fesselten das Publikum mit schneidenden Riffs, düsterer Magie und einer Spielfreude, die sich sofort auf die Anwesenden übertrug.
So bitter der schwache Zuspruch für die Bands und den Veranstalter auch war, für die überschaubare Schar vor der Bühne verwandelte sich der Abend in ein exklusives, verschwitztes und hautnahes Club-Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
Drum Leute: Bitte supported die Szene; große Festivals allein, bringen das Konzertfeeling nicht vollends.
